Busbahnhof

Zentraler Omnibusbahnhof

Zentraler Omnibusbahnhof – Die Stadt braucht realistische Lösungsvorschläge

Am 09.11.2021 tagte der Ausschuss für Stadtentwicklung und Mobilität. Ein zentrales Thema war die Behandlung der Informationsvorlage I-038/2021 mit der Überschrift „Sachstand zur Verlagerung des Zentralen Omnibusbahnhof (ZOB) in Chemnitz“. Das Ergebnis wurde von vielen Ausschussmitgliedern als „wenig verwertbar“ eingestuft. Seit der Haushaltssitzung im März 2021 hat sich am Sachverhalt nichts Grundlegendes geändert. Im Gegenteil, neue Frage sind hinzugekommen.

Die Frage der Finanzierung ist nach wie vor nicht abschließend geklärt.

Der Fraktionsvorsitzende Tino Fritzsche stellt weitere Fragen in den Raum, die vor einer Entscheidung zwingend beantwortet werden müssen: „Vor der Veräußerung des Grundstückes an den Freistaat sollte geklärt werden, was das Land Sachsen mit dem Vorplatz vorhat. Die Antworten sollten neben den einschätzbaren und möglichst detaillierten Nachnutzungsprojekten auch einen Zeithorizont für die Umsetzung beinhalten. Eine langjährige Baustellenabsperrung geht auch im Kulturhauptstadtjahr nicht als angewandte Kunst durch.“

Was weiterhin nach wie vor fehlt, ist eine ganzheitliche Betrachtung von ZOB und Fernbusterminal. Nah- und Fernverkehr sollten einander ergänzen und nicht voneinander entkoppelt agieren.

Stadtrat Falk Ulbrich wirbt für eine komplexe Betrachtung der Thematik: „Nichts spricht dagegen, dass der Hauptbahnhof die erste Anlauf- und Haltestelle für die Buslinien ist. In jedem Fall muss ein Lösungsvorschlag für den Busbahnhof und den Fernbusterminal enthalten sein und gleichzeitig umgesetzt werden. Es ist eine Gesamtgestaltungskonzeption für Bus, Fahrrad und Vorfahrmöglichkeit für PKW mit einem ansprechenden Aufenthaltsangebot vorzulegen.

Der Fraktionsvorsitzende Tino Fritzsche ruft den Befürwortern einer Lösung am Hauptbahnhofsvorplatz die eigenen Forderungen ins Gedächtnis: „Es ist fraktionsübergreifend eine klare Zielstellung, dass in dem Bereich ein größerer Fahrradparkplatz entstehen soll. Mit dem Lösungsansatz aus der Informationsvorlage können wir diese Idee beerdigen.“

Aktuell arbeitet die Stadtverwaltung an einer Beschlussvorlage für den Stadtrat.